Kreative Forschungsmethode - Modernes, dialogisches Unterrichten
Die Methode wurde von Jean Piaget und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Erforschung der Entwicklung des Erkennens und Verstehens entwickelt. Sie wird weltweit in der Grundlagenforschung der Kognitionspsychologie und der Lernforschung verwendet und differenziert. Die Methode besteht aus dem flexiblen Einsatz der Beobachtung, der Befragung, des Experiments und des Tests. Der Begriff des flexiblen Interviews ist im englischsprachigen Raum geläufig. Er ist gleichbedeutend mit dem Begriff der revidierten klinischen Methode.
Diese Website bietet allgemeine Informationen und Übungen an. Sie enthält vertiefende Aufsätze zur pädagogisch-psychologischen Arbeit, insbesondere zur Erforschung und Förderung des logisch-mathematischen Denkens. In den neuen Intelligence and Development Scales (IDS) wurde die Methode im Untertest Denken Logisch-Mathematisch eingesetzt. Das flexible Interview soll ein Medium der dynamisch-dialektischen Psychologie sein.
Das flexible Interview spielt auch in Projekten zur Unterrichtsentwicklung eine bedeutsame Rolle. Die Methode unterstützt Pädagoginnen und Pädagogen bei der Öffnung des Unterrichts, sie unterstützt die Prozess- und die Handlungsorientierung, sie optimiert die Einsicht der Lehrpersonen in Denkwege der Kinder, und sie macht neue Dimensionen der sozialen Beziehungen und der Rollen verständlich. Die Methode erweist sich insbesondere bei schweren Lern-, Verhaltens- und Erlebnisstörungen als Türöffner und als Brücke im didaktischen bzw. im therapeutischen Dreieck. In einem Satz: Das flexible Interview ist ein Medium der dialogisch-pragmatischen Pädagogik.
Ein Beispiel dieser Methode ist "Anouchka et l'inclusion des fleurs" (Klasseninklusion). Das Mädchen soll herausfinden, ob es in einem Blumenstrauss (Rosen und Nelken) mehr Rosen oder mehr Blumen hat. Der Film wird von der Fondation Jean Piaget zur Verfügung gestellt.
Novità: l'intervista flessibile e l'emozione di conoscere